Radtour Albextrem 2001

Teilnehmer:

Holger L., Frank M., Eberhard S., Berthold M., Berthold S.

vom: 28.07.2001 - 29.07.2001

Am 28.07. kurz nach 8.00 Uhr starteten fünf Jedermänner an der Garage beim Sportplatz zu einer Wochenend-Radtour auf die Schwäbische Alb. Bereits in der Einladung stand zu lesen ...“die Strecke weist diesmal einige Steigungen auf, ...“, was uns auf dem Papier jedoch noch nicht beeindruckte.

Also ging es  frischen Mutes bei herrlichem Wetter über Winnenden und Korb ins Remstal. Eberhard mit der Karte in der Lenkertasche stets voran. Wir näherten uns dem Schurwald und stellten alsbald fest, daß es die Steigungen nicht nur  auf dem Papier gab. Spätestens beim Anstieg nach Baltmannsweiler floß der Schweiß bei allen. Weiter ging es mit einer Abfahrt durch den Wald ins Filstal nach Reichenbach, und die mühsam erkämpften ersten Höhenmeter  waren wieder dahin. Nach einem kurzen Anstieg bis Hochdorf hatten wir uns ein Vesper verdient.

Frisch gestärkt radelten wir weiter nach Wellingen. Am Ortsende war es dann passiert. Holger meldete Plattfuß. Der  unfreiwillige „Boxenstop“ verhalf allen zu einer teilweise sehr willkommenen weiteren Pause.

Mittlerweile brannte die Mittagssonne mit über 30°C auf unsere Häupter. Weiter ging es über Kirchheim/Teck und Nabern nach  Neidlingen. In einer Pizzeria füllte jeder noch einmal seine Getränkereserven auf. Es stand die vermeintlich längste Steigung des Tages an. Das „Feld“ zog sich in die Länge und der Schweiß rann in Strömen. An einem Parkplatz auf halber Höhe mußte dann leider Berthold M. aufgeben und funkte den Heimholdienst an. Zu viert ging es vollends bergauf und über Donnstetten und Böhringen erreichten wir Hengen. Nachdem die Beschilderung nicht ganz eindeutig war, fragten wir nach dem Weg und gaben auch unser Tagesziel Lonsingen an. Unser Auskunftgeber wußte natürlich viele Wege und unsere geplante Route war ihm sowieso viel zu umständlich. Nachdem unsere einzige Motivation zu diesem Zeitpunkt das kühle Weizenbier am Ziel war, nahmen wir den Vorschlag einer kürzeren Route mit angeblich nur geringfügig mehr Höhenmetern dankend an. Einmal von der geplanten Strecke weg, mußten wir kurz vor Bad Urach wieder nach dem Weg fragen. Mit der Anmerkung, daß ersterer überhaupt keine Ahnung gehabt hätte, wurden wir geradewegs wieder einige Kilometer zurückgeschickt. Durch den Wald gelangten wir zum steilsten Teilstück der Strecke, welches uns direkt auf die Sirchinger Steige führte. Oben hieß es erst einmal wieder Luft holen. Das Ziel war nun aber nah und auf kürzestem Weg radelten wir zu unserem Hotel in Lonsingen. Mit ca. 100 km und etwa 1800 Höhenmetern auf dem Tacho fielen wir in die Stühle der Gartenwirtschaft und das kühle Naß gurgelte erfrischend durch unsere Kehlen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück  starteten wir in den zweiten Tag. Manch einer rutschte anfangs wegen des mangelnden Sitzfleisches auf seinem Sattel hin und her. Über das Landesgestüt in St. Johann gelangten wir nach Glems. Auf der Abfahrt dorthin verloren wir die tags zuvor in Stunden  erarbeitete Höhe in wenigen Minuten. Zuversichtlich machte uns die Vorhersage von Eberhard, daß an diesem Tag keine nennenswerten Steigungen mehr anstanden.

Wir erreichten über Metzingen einen einladenden Badesee bei Neckartailfingen. Da wir gut in der Zeit lagen, gönnten wir uns ein ausgiebiges Sonnenbad und schwammen ein paar Züge. Die Fahrer der Tour de  France waren zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon bei ihren letzten Runden auf der Champs Elysée. Wir konnten mittlerweile schon nachfühlen, welche Leistung diese Kerls in den vergangenen drei Wochen erbracht  hatten. Immer am Neckar entlang gelangten wir mit weiteren Zwischenstopps bei einem Fischerfest und einer Eisdiele schließlich nach Neckarrems. Hier erwartete uns nun doch noch eine kernige Steigung bis Bittenfeld. Über die Felder gelangten wir letztendlich alle wieder wohlbehalten nach Weiler zum Stein.

Nach dem obligatorischen  Zielfoto ließen wir den lauen Abend vor der Garage ausklingen.

 Noch einmal herzlichen Dank an Eberhard und Jürgen (leider durch einen kurzfristigen OP-Termin ausgefallen) für die tolle Ausarbeitung der Strecke.

Holger/Berthold