Eberbach im Odenwald 2004

Teilnehmer:

Werner N., Jürgen W., Frank M., Holger L., Thilo B.,Berthold S., Thorsten S.

vom 24.07.2004 - 25.07.2004

Das Wetter ließ uns Übles schwanen, als wir am Samstag gegen 8.15 Uhr sieben Jedermann hoch planmäßig auf Tour gingen.Vor uns lagen angebliche 100 km längs des Neckars von Remseck bis Eberbach.

In Freiberg am Wasen-Stadion hatten wir dann das einzige Wetterintermezzo der  Tour, welches wir zur ersten Rast nutzten. Der Regen sollte fortan vor  uns her schauern. Durch eine weitere kurze Pause in der einzigartigen Freiluftbücherei in LB-Hoheneck haben wir ihm weiteren Vorsprung gelassen.

Weiter ging es auf dem Neckartalradweg vorbei an Ingersheim,  Besigheim (hier wurde noch mal Proviant nachgebunkert), Kirchheim, Lauffen  bis nach Heilbronn-Sontheim. Zwischendrin waren alle froh, dass Werner  einen Plattfuss hatte; das Tempo von über 26 km/h war schon heftig.

In Sontheim haben wir in einer sehr schön gelegenen Gartenwirtschaft  unsere Mittagspause eingelegt. Ein Blick auf die Karte zeigte uns hier  bei Kilometer 60, dass wir noch nicht einmal die Hälfte der Strecke  geschafft hatten. Schätzungen über die weitere Entfernung wurden laut, die den Ruf nach Bahnfahrkarten aufkommen ließen.
Aber ein richtiger  Jedermann weiß sich durchzubeißen. Und so ging es mit dem Fahrrad nach  einer erholsamen Pause weiter durch Heilbronn, Bad Friedrichshall, Bad  Wimpfen, Haßmersheim bis Obrigheim.
Hier fingen wir alle an zu  strahlen: direkt an der Strecke- kurz hinterdem AKW- fand ein  Fussballturnier statt.
Die Verpflegung hier war genauso gut wie günstig - solche Preise würden wir uns bei uns auch mal wieder wünschen (z.B. Bier €  1,50). Gerne hätten wir mitgekickt, doch hatten wir leider keine Trikots  dabei.

Und dann ging es schließlich weiter zur letzten Etappe des Tages  über Neckargerach, Zwingenberg zur Stadt Eberbach.
Die letzte Steigung  des Tages hinauf zur Linde wurde von allen noch locker geschafft. Berthold  hat sich hier freiwillig als Besenfahrer bereitgestellt und kam schließlich  auch nach 132 km am Ziel an.
Die Unterkunft und der Ort erfüllte  unsere Erwartungen an einen geselligen und erholsamen Abend.

Am nächsten Morgen ging es gegen 8.45 Uhr nach einem reichhaltigen Frühstück wieder aufs Fahrrad. Gleich der erste Abschnitt vom Gasthof weg begann mit einer ordentlichen Bergetappe nach Schönbronn.Von dort ging es  über Epfenbach nach Sinsheim. Diese Strecke bot tolle Panoramen bei  gemächlichen
Steigungen und Gefällstrecken.
Erst zu unserer  Mittagspause hinauf zur Burg Steinsberg wurden wir noch mal richtig durch  diverse Höhenmeter gefordert. Dafür schmeckte es uns allen umso mehr in  der Burggaststätte.

 

Nun ging es Schuss bergab. Richtung Eppingen und Güglingen. Gebremst  wurde das Peloton nur durch Kettenprobleme von Torsten. Nachdem Berthold  ihm nur noch sechs Gänge gelassen hatte, war er automatisch  eingebremst. In Güglingen haben wir dummerweise vor dem anstrengenden  Aufstieg zum Stromberg eine Eisdiele geplündert. Das machte doch einigen  zu schaffen, als wir die fünf Kilometer bergauf geklettert  sind.
Trotzdem gelang es Berthold, den Ausreißversuch eines Fremdfahrers  mit einem  3.000-Bike allein durch den Einsatz des Faktors Mensch zu  vereiteln. Material ist eben doch nicht alles.
Hinunter vom Höhenzug  Stromberg-Heuchelberg ging es Richtung Sachsenheim, Freudenthal und  Besigheim.
Nachdem wir endlich den richtigen Weg durch Besigheim gefunden  hatten, ging es auf der anderen Neckarseite über Hesigheim, Mundelsheim  nach Höpfigheim.
Hier hatten wir die letzte Rast des Tages bevor das  letzte Stück mit dem letzten Anstieg über Steinheim,  Kirchberg, Affalterbach nach Weiler ging.
 

Gegen 19 Uhr kamen wir alle  gemeinsam an. In unseren Gliedern und Gesäßen steckten ca. 260  Kilometer.
Aber alle hatten ein unheimlich gutes Gefühl.
Vielen  Dank, lieber Jürgen, für die tolle Organisation.

T.S.
 

Tourimpressionen