Mudau im Odenwald 2007

Teilnehmer:

Hans-Jörg O., Josip M., Andreas R., Thilo B., Florian M., Volker Sch., Frank M..,Berthold Sch., Holger L., Dieter J., Werner N., Georg W., Stefan G., Stephan K., Armin Sch., Thorsten Sch., Molli

Jedermannausflug vom 21.09 – 23.09.2007 nach Mudau in den Odenwald

Fast pünktlich um 17.00 Uhr ging die Fahrt mit 15 Sportkameraden (2 sind bereits früher mit den Motorrädern losgefahren) in Richtung Odenwald los, das Ziel unseres diesjährigen Jahresausfluges. Im Gasthof „Zum Löwen“ in Mudau bezogen wir für das Wochenende Quartier.  Da der „Löwen“ Ruhetag hatte, gingen wir ins Gasthaus Lamm, wo wir ein reichhaltiges und günstiges Abendessen zu uns nahmen. Unsere Skat-Truppe war wieder im Spielfieber und nutzte die Sperrstunde voll aus. Alle waren sie aber am nächsten Tag fit zur großen Wanderung im Odenwald. Gestärkt mit einem reichhaltigen Frühstück ging es bei schönstem Wetter um Viertel nach neun los, nachdem wir unsere Fahrzeuge zum Ausgangspunkt unserer Wanderung gebracht hatten.

Die Wanderung ging von Mudau, erst in nördlicher Richtung durch Wälder, Wiesen und Auen über Mudau-Steinbach, entlang dem Steinbächle, durch das Unterneudorfer-Mühlental nach Buchen. Buchen ist eine kleine idyllische Fachwerkshaus-Stadt, wo wir im Biergarten des Gasthof „Reichsadler“ unsere erste Rast nach 11 km machten. Die nächste Etappe ging dann von Buchen über Hettingen auf den Limes-Wanderweg. Auch hier viel Wald, Wiesen und Äcker. Der Limes-Weg versprach leider nicht so viel wie gedacht. Es gab nur ein ziemlich verwildertes römisches Kastell und einen römischen Limesturm, bei dem aber nur andeutungsweise die untersten Steine zu sehen waren.

Da gibt es anderorts besser restaurierte römische Stätten des Limes. Unser Weg führte uns dann zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, der Stadt Walldürn. Das letzte Stück war nochmals von Sportlichkeit bestimmt. Unser ältester Übungsleiter Berthold gab nochmals Gas und konnte aber keinen abschütteln. In Walldürn angekommen, besichtigten wir zuerst die wunderschöne Wahlfahrts-Basilika. Eine wunderschöne  Kirche mit herrlichen Malereien, Ornamenten und Heiligen-Skulpturen.

Nach einem kühlen Bier fuhren wir mit den Autos zurück nach Mudau, wo wir nach einer heißen Dusche, ein vorzügliches und wohlverdientes Abendessen in unserem Gasthof zu uns nahmen. Die 30 km Wanderung hatte fast alle Mann so geschafft, dass die meisten, außer natürlich unsere Skatbrüder, um halb elf ermattet im Bett lagen. Das Alter geht halt auch an uns nicht spurlos vorüber.

Am Sonntagmorgen erwartete uns dann wieder ein wunderschöner Tag. Den Wecker brauchten wir nicht zu stellen, da neben dem Gasthof die Kirche war und bereits um 6.30 Uhr ziemlich lang zum Frühgottesdienst eingeläutet hat. Weiß nicht, ob einer der Jedermänner daran teilnahm. Nach einem wieder ausgiebigen Frühstück ging es zum Highlight des diesjährigen Ausfluges. Wir fuhren nach Mudau-Steinbach, wo es einen eventure-park mit Hochseilgarten gibt. Eine neue Herausforderung für uns Jedermänner. Nach einer Sicherheitseinweisung durch das Betreuerteam Sina und Alex ging es zunächst in den angrenzenden Wald, wo der Hochseilgarten mit den Hoch – und Niedrig-Elementen in der Natur angelegt war. Als erstes erwartete uns ein Teamtraining auf einem Niedrigparcour mit ca. 6 verschiedenen Elementen, die man zu durchlaufen hatte.

Da war Teamarbeit gefragt. Nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten bewältigten wir diesen sportlich nicht einfachen Teil mit Bravour und waren alle stolz. Wäre nämlich ein Teammitglied während des Parcourlaufes auf den Boden gekommen, hätten alle wieder von vorne beginnen müssen. Dann ging es über eine Kletterwand auf ca. 10 Meter Höhe auf die Hauptplattform des angelegten Hochseilgartens. Die Kletterwand stellte kein Problem für die geübten Jedermänner da. Eine später anreisende Frauengruppe mit lauter Friseusen hatte da doch einige Probleme hochzukommen. In Zweierteams ging es nun über die einzelnen Elemente mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Einer der Sportkameraden hing dabei einmal ziemlich in den Seilen.

Mit Mut, Ausdauer und Kraft erreichte er aber die andere Seite des Elementes. So kam der eine oder andere auch an seine Grenzen und es war eine neue sportliche und persönliche Herausforderung in 10 Meter Höhe, wenn man auch gesichert war. Nachdem alle Elemente zum Teil mehrfach begangen waren (manche konnten gar nicht genug kriegen) wurden wir alle an der Kletterwand wieder abgeseilt und wie Bergsteiger zu Boden gelassen. Mancher war froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Doch damit war noch nicht Schluss. Es kam zum Höhepunkt. Die nächste Aufgabe war, am sogenannten Pamper-Pole, einen Baumstamm mit ca. 30 cm Durchmesser und einer Höhe von 9,5 Metern hochzuklettern, sich auf diesem Stamm aufzurichten, eine Drehung um 180 Grad zu machen und sich dann mit einem Schritt vorwärts fallen zu lassen. Da war auf einmal eine seltsame Ruhe als der Erste (Holger) den Baumstamm hochkrackselte und diese Aufgabe mit wackelnden Knien hervorragend meisterte. Der Sprung in die Tiefe war dann ebenso eine Herausforderung. Man hing auch hier, gehalten von seinen Kameraden, in den Seilen und wurde dann wieder mit Beifall zu Boden gelassen. Die meisten Sportkameraden nahmen diese doch sehr anspruchsvolle nicht nur sportliche, sondern auch psychische Herausforderung an.

Den beiden Trainern des eventparks Sina und Alex hatte in der abschließenden Besprechung unsere Teamgemeinschaft, Disziplin und Sportlichkeit in der vierstündigen Übung sehr beeindruckt. Damit waren unsere Übungsstunden mit Berthold, Thilo und Andreas also nicht umsonst gewesen. Nach einem ausgiebigen Vesper und einem wohlverdienten Bier, traten wir dann um 15.00 Uhr, zufrieden mit unserer Leistung, die Heimreise an, wo es viel zu erzählen gab. Danke an die Fahrer Berthold, Georg und Andreas. Den Ausflug planten Georg und Hans-Jörg.

Mit sportlichem Gruß

Hans-Jörg

Diashow Mudau 2007