Münstertal 2002

Teilnehmer:

Hans-Jörg O., Martin M., Andreas R., Thilo B., Florian M., Frank M., Karl W., Jürgen W., Werner N., Volker Sch., Armin Sch., Stephan K., Georg W., Thomas B., Berthold Sch.

Mit 15 Mann ging unser diesjähriger Ausflug ins Münstertal, das Tal der hundert Täler am Fuße des Belchen im südlichen Schwarzwald. Mit 2 Kleinbussen und 3 Motorradfahrern ging es am Freitag den 20.09.02 um 16.00 Uhr auf die Fahrt über Karlsruhe – Freiburg – Bad-Krozingen ins Münstertal. Dies ist übrigens der Heimatort unseres Sportkameraden Hans-Jörg Ortlieb, der den Ausflug auch vorbereitet hat.

Untergebracht waren wir in dem Gasthof „Münstertäler Hof“. Nach einem guten Abendessen wurde am Abend noch ein erster Ausflug in das benachbarte Städtchen Staufen unternommen. Staufen hat Flair. Eine schöne kleine Innenstadt mit ansprechenden Häuserfassaden, einem Marktplatz mit Brunnen und den für Staufen typischen Stadtbächle links und rechts der Straße. Nach einer kurzen Einkehr im „Alten Simpel“ und der „Rombachscheuer“ machte man sich dann zu später Stunde auf den „Heimweg“ zum Gasthof um sich auf den nächsten Tag vorzubereiten. Hans-Jörg O. hatte für den Samstag eine Belchen-Tour (Bälder-Tour ??) angesagt.

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann um kurz vor 9.00 Uhr mit den Bussen zum Ausgangspunkt unserer Tageswanderung, dem Besuchsbergwerk „Teufelsgrund“, am direkten Fuß des Belchen. Mit Rucksack und Vesper bepackt ging es dann los um die ca. 1.000 Höhenmeter hinauf zum Belchengipfel zu erklimmen. Der Weg führte über das „Kaltwasser“ und die „Krinne“. Nach gut 2 Stunden hatten alle den Gipfel auch erreicht. Ein Sportkamerad hatte bereits die erste Blase und hat sein Schuhzeug gewechselt.

Leider hatten wir keine gute Sicht. Der Belchen lag im Nebel und so konnte man nur erahnen wo die anderen Berge, unter anderem der Feldberg und die Schweizer Alpen, lagen. Der Belchen hat übrigens eine Höhe von 1.415 Meter ü.d.M. und ist der 2-höchste Berg im Schwarzwald. Am Gipfelkreuz gab es dann einen wunderbar schmeckenden Kräuterschnaps, den heimischhergestellten „Belchengeist“. Er weckte die müden Geister wieder. Nach kurzer Rast und Vesperpause machten wir uns dann auf den weiteren Weg. Vorbei am „Belchenhaus“ (kurze Einkehr für die Durstigen) führte der Weg dann zu unserem nächsten Ziel, der „Kälbelescheuer“. Der Weg dahin führte uns über den „Hochkelch“, danach ein kurzer Abstecher zur „Dekan-Strohmeyer-Kapelle“ ( hier wurde kurz vor Kriegsende der Pfarrer aus Münstertal von der SS erschossen) und weiter über den „Haldenhof“.

Auf der Kälbelescheuer wurde ausgiebig bei einem Weizenbier und einer „richtigen“ Schwarzwälder Kirschtorte Rast gemacht.
 Danach begann der Abstieg zurück ins Münstertal. Dank der werten Hilfe zweier schwäbischen Damen aus Aalen konnte die Truppe beim letzten Teilstück nochmals Rast machen. Die beiden Busfahrer holten mit den beiden „Aalerinnen“ die Busse und zurück ging es zum Gasthof. 21 schöne Kilometer Wanderung lagen hinter uns.

Nach ausgiebiger Dusche und einem wieder guten Abendessen zog es einige der Männer doch wieder nach Staufen. Der „Alte Simpel“, die „Rombach-Scheuer“ und die vielen Cousinen von Hans-Jörg hatten es den Jungs angetan. Brav wie wir sind hatten die meisten, mit ein paar Ausnahmen, Sehnsucht nach ihrem Bett. Am Sonntag war dann wieder um ½ 8 Uhr Wecken angesagt. Hans-Jörg hatte alle aus dem Bett bekommen. Punkt 8 Uhr saßen alle beim Frühstück.

Man packte die Sachen in den Bus und machte sich lauffähig für die nächste Wanderung an diesem Tag. Vom Gasthof aus führte uns der Talweg durch das Münstertal. Das Wetter klarte auf. Die Sonne blickte durch. Vorbei am Kloster St. Trudpert ging es talaufwärts, mit kurzer Rast bei einer Wassertretanlage, Richtung Ortsteil Spielweg. Das Wetter zog leider wieder Nebel an, sodass wir bei Erklimmen des Höhenweges Gießhübel-Etzenbacher-Höhe wieder keine Sicht hatten. Das nächste Ziel lockte. Der Kohlerhof  (Kohlerhof ). Eine beliebte Gaststätte inmitten des Waldes. Münstertal ist übrigens eine der waldreichsten Gemeinden im Schwarzwald.

Die Männerseelen waren durch die gute Schwarzwälder Speisekarte schnell wieder befriedigt. Die Sonne hatte sich wieder durchgesetzt. Man saß draußen und trank sein „Woiza“. Übrigens gab es keine Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Südbadenern und den „reingeschmeckten Schwoaben“. Auf dem Höhenweg ging es dann zurück zum Ausgangspunkt. So hatten wir nach ca. 17 Kilometern den nördlichen Teil des Münstertales durchwandert.
Um 16.00 Uhr ging es dann wieder auf den Heimweg. 14 Schwaben und ein Münstertäler hatten ein schönes Wanderwochenende erlebt und ein neues Stück „Heimat“ kennengelernt.
Auf diesem Weg herzlichen Dank auch an unsere 2 Busfahrer Georg Walz und Berthold Schremmer, die uns wohlbehalten wieder nach Hause gebracht haben.
Münstertal – ein Ausflug wert.

weitere Bilder