Meisenheim in der Pfalz 2006

Teilnehmer:

Hans-Jörg O., Josip M., Andreas R., Thilo B., Florian M., Volker Sch., Frank M..,Berthold Sch., Martin.M., Klaus K., Holger L.

Jedermannausflug vom 15.09 – 17.09.2006 Meisenheim in der Oberpfalz

Frage: Wo geht der Parrer mit där Paip in die Kärsch??? Richtig!! In der Pfalz im Allgemeinen, in der Nordpfalz zwischen Bad Kreuznach und Kusel entlang der Glan im Besonderen.
Exakt dorthin führte der diesjährige Ausflug der Jedermänner des TSV Weiler z. Stein.

Von den odysseischen Reisen des letzten Jahres (vgl. Amtsblatt-Bericht 2005) wider Erwarten gut erholt, machten sich die Freizeitsportler, elf an der Zahl, erneut mit der Bahn auf, um zu ihrem Reiseziel zu gelangen. Schlappe 5 Stunden Anreise mit zahlreichen Umstiegen, Zwischenhalten – die ganze Facette des Spar-Wochenendtickets mit überfüllten  Zügen offenbarte sich uns ungläubig Staunenden. Doch damit nicht genug: Dieses Jahr griffen die Jedermänner gar selbst in das schienige Treiben mit ein –doch stopp- ganz chronologisch!

Am Freitag, 16.9.2006 ging`s  von Winnenden über Stuttgart, Karlsruhe, Mainz, nach Meißenheim, unserem verheißenem Ziel; teils in indischen Verhältnissen im Zug (Motto: „Mach die Zugtür auf, dann passen noch fünf Leute auf die Treppe“). Doch dann, im Dämmerlicht des herannahenden Abends war es erreicht, das Hotel „Altes Schulhaus“!!!

 

Den Zurückgebliebenen zu Erklärung, den Teilnehmern zur Erinnerung – ein altes Schulgebäude wurde  im Innern zwar komplett auf aktuellen technischen Stand gebracht, gleichwohl wurden die Räumlichkeiten der früheren Aula der Wissensvermittlung erhalten. Jedes Zimmer hat einen eigenen unverwechselbaren pittoresken Charakter, orientiert an den Namen wie „Musikzimmer“, „Sportzimmer“ oder „Lehrerzimmer“. Entsprechend sind die jeweiligen Räume mit passenden Utensilien ausgestattet, liebevoll im Detail. Auch die Außenanlage offenbarte sich im absoluten Charme der Vorgabe „Schulhaus“.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, klang der Tag auf der schönen Terrasse aus.
Gestärkt durch ein schönes Frühstücksbuffet stand am Samstag einer der Höhepunkte des Ausflugs an: Draisinenfahrt! Auf einer Länge von über 40 km entlang des Flüsschens Glan fuhren wir mit Draisinen, wobei dem mangelnden Muskelschmalz des durchschnittlichen mitteleuropäischen Oberarms Tribut zollend, die Vehikel durch normale Fahrradaufbauten fortzubewegen waren. Nach anfänglichem zögerlichem Umgang mit den Draisinen, wurde die Fahrt immer flottet, wobei sich aber bald die Einspurigkeit der Strecke als Hindernis herausstellte: Überholen unmöglich!! Unmöglich?? Nun: da fährt ein frisch verliebtes Paar turtelnd auf der Draisine des Weges, er haucht ihr Namen von kleinen Tieren ins Ohr (Mausi, Bienchen…..im späteren Verlaufe der partnerschaftlichen Beziehung werden die bezeichneten Tiere allerdings erfahrungsgemäß zumeist größer - Schaf, Kuh,), jedenfalls gerade als das Stelldichein am schönsten ist, ertönt von hinten ein markerschütternder, furchteintreibender Schrei:   „ATTACKEEEEEE !!!!!“ Und schon nahen auf vier Draisinen, zur Angriffsformation in Tanzbodengröße aneinenandergepresst die Jedermänner!! Für den Außenstehenden tauchen da am Gleis-Horizont elf völlig entmenschte Gestalten auf wie Zombies in der Morgenandacht, , die brüllend und in aberwitzigem Tempo, der Schlagzahl des zum Piraten verkleideten M. gehorchend,  unaufhaltsam zu der Turtel-Draisine aufschließen, in der das blanke Entsetzen die Romantik längst auf das Bahndamm verdrängt hat!! Mit dem Schrei: „Andocken“ vollendet sich das grausame Werk: Die vorausfahrende Draisine ist in den Pulk aufgenommen, und fortan nicht mehr Herr ihrer eigenen Entschlüsse, sondern wird schlicht dahingeschoben. Widerstand zwecklos!!!
Der geneigte Leser wird unschwer nachvollziehen, dass diese Vorgehensweise nicht ausnahmslos Gesten der Freundlichkeit  heraufbeschwor……..(„Draisinen-Rambos“).

 

Irgendwie gelangten wir dann doch mit mehreren Unterbrechungen zu Speis und Trank an den Endpunkt der abwechslungsreichen Reise. Der vorgesehene Bus, der uns zurückbringen sollte (16.38 !!) kam nicht, erst fast ne Stunde später ging es weiter. Nach der Rückkehr ins Hotel war Sauna angesagt (diesen Raum im alten Schulhaus gab es –so ist zu vermuten- zu aktiven Zeiten der Ausbildungsstätte aber wohl noch nicht!).

Nach einem ergiebigen Abendessen in Meißenheim ging es in die Betten. Am nächsten Tag Abmarsch mit Gepäck: Ein 3,5 km langer Barfuß-Parcours stand an: Motto: Begreife deine Sinne , und zwar von der Fußsohle her . Durch üble schlammgefüllte Bottiche, über Kies, Sand und Gleichgewichtsgeräte aus Holz ging es durch schöne Landschaft, man überquerte einen Fluss in einer Furt und etliches mehr!
Und schon war die Heimreise angesagt, etwas früher nach Mainz, dafür dort zwei Stunden Aufenthalt, was zu einer umfassenden Stadtbesichtigung genutzt wurde, allerdings
ähhh, …..auf den Gaststättenbereich im unmittelbaren Umfeld des Bahnhofs beschränkt!!!
Nach diversen Umstiegen in irrwitzig volle Regionalzüge, gepaart mit der unvermeintlichen Verspätung , kamen wir dann doch noch wohlbehalten (alle elf, nicht nur noch zwei, wie zu Beginn der Reise befürchtet worden war) in Weiler an.

Ein toller Ausflug mit schrillen Attraktionen ging zu Ende, in einer schönen und menschenarmen  Gegend (Beispiel: „Mama, darf ich mit Opa spielen“. „Nein, mein Kind, der Sarg bleibt zu“).
Ganz besonderer Dank gebührt unserem Freund Josip, der diese fürwahr nicht alltägliche Ausfahrt perfekt organisiert und geführt hat (von dem Bus um 16.38 Uhr mal abgesehen).
Die teilnehmenden Jedermänner Berthold, Andreas, Hans-Jörg, Holger, Thilo, Klaus, Volker, Florian, Frank und Martin bedanken sich bei Josip daher mit einem einstimmigen und unverwechselbaren: ATTACKEEEEEEEE!!!!!!!

Klaus

Diashow Meisenheim 2006