Tannheimer Tal 1995

Teilnehmer:

Andreas, Berthold, Dieter M., Dieter Sch., Eberhard, Florian, Georg, Harald, Helmut, Jürgen, Karl, Siegfried, Thilo, Ulrich, Volker, Werner und Josip.

Die 18 Jedermänner erschienen pünktlich mit ihrer Bergausrüstung zur Abfahrt am Samstagmorgen, den 05.08.1995. Die Fahrt in den beiden Kleinbussen verlief gut. In Haldensee angekommen suchten wir  einen geeigneten Parkplatz. Nach einer kurzen Stärkung ging es los. Bei schönstem Sonnenschein und unter Rucksackbelastung war es eine schweißtreibende Angelegenheit. Die Ruhe und herrliche Landschaft ließen uns jedoch die Anstrengungen vergessen. Nach dem Erreichen unseres Nachtquartiers (Landsberger Hütte) gab es ausreichend Zeit die verlorene Flüssigkeit wieder aufzufüllen. Auch wurden in Ruhe die Blasen verarztet. Der nahegelegene See (Lache) ockte einige zum Baden. Mit Kartenspielen und Würfeln verkürzten wir uns die Zeit bis zur Hüttenruhe.

Das Matratzenlager war angesichts des guten Besuches bis auf den letzten Platz voll. In der Schnarch-Disziplin siegt diesmal Werner mit Abstand vor Dieter Sch. und DieterM. Ausgeruht und nach dem Frühstück wanderten wir los. Auch an diesem zweiten Tag herrschte das beste Kaiserwetter, welches bei einigen auch einen Sonnenbrand verursachte. Eine traumhaft schöne Landschaft mit schöner Fernsicht in alle Himmelsrichtungen.

Schon nach kurzer Aufstiegszeit bildeten sich zwei gleich große Gruppen; die eine sorgte für ein schnelles Tempo die den direkten, manchmal schwierigeren Weg bevorzugten; die andere  genoß bei etwas langsameren Tempo mehr die schöne Umgebung. Der Höhepunkt des Tages war für beide Gruppen jeweils das Erreichen eines Gipfels: die Erste (schnelle) den Rauhhorn mit 2240 m und die Zweite gemütliche den  Gaißhorn mit 2249 m. Die Eintragungen in die Gipfelbüchern können von jedem Neugierigen überprüft werden.

Der anschließende Abstieg von knapp 800 m war ein Härtetest, besonders für die Knien. Am schlimmsten erwischte es Josip, der nur langsam den Abstieg schaffte. Ja, dieser Jubiläumsweg hat  sowohl seine Reize aber auch seine Tücken. Der letzte Abschnitt von der Willersalpe über Köllesattel und wiederholtem Abstieg hat bei allen die letzten Kraftreserven herausgelockt. Dank echter kameradschaftlicher Hilfe von Jürgen, Berthold, Florian und Werner erreichte auch der “ Organisator” Josip unter starken Knieschmerzen das Tal! Das geschieht ihm recht!” dachten sicher viele nach diesem recht anstrengendem Wandertag. Schon beim gemeisamen Abendessen im Gasthof “Dohle” wurden die Gesichtszüge zunehmend freundlicher.

Unsere sichere Ankunft in Weiler kurz vor Mitternacht verdanken wir Jürgen und Thilo, die die beiden Kleinbusse fuhren. Dafür ein Sonderlob. Sicher wird nach dem Ausheilen der Blasen  und dem Muskelkater dieses Erlebnis in schöner Erinnerung bleiben; auf jeden Fall wird es genügend Gesprächsstoff an kommenden Montagen geben.